Ergebnis der Eröffnungsveranstaltung HORIZONT 2015 "Archäologie in der Schweiz - Gegenwart und Zukunftschancen" vom 29. Januar 2010, Bern
Am Freitag,
dem 29. Januar trafen sich an der Universität Bern rund 250 in der Archäologie
tätige Personen, um die Zukunft ihres Fachbereichs in der
Schweiz zu erörtern. Mit dabei war auch Nationalrat Dominique de Buman, ehem. Mitglied der Komission für Bildung und Forschung.
Während
dieser eintägigen Veranstaltung wurden folgende Herausforderungen identifiziert:
Die Wahrnehmung der Schweizer Archäologie in
der breiten Öffentlichkeit hat sich zwar verbessert (z.B. Fernsehsendung
„Pfahlbauer von Pfyn“), es fehlt aber an einer überregionalen Strategie.
Auf Bundesebene vertritt keine Lobby die
Interessen der Archäologie in gewünschtem Mass, auch auf kantonaler Ebene
ist dies nur teilweise der Fall. So wird auch das von der Schweiz
unterzeichnete „Europäische Übereinkommen zum Schutz des archäologischen
Erbes“ (Konvention von Malta) in vielen Kantonen nur teilweise umgesetzt.
Sieben Kantone besitzen gar keine archäologische Fachstelle.
Die föderale Struktur unseres Landes macht
die kantonsübergreifende Forschung schwierig, die Zusammenarbeit zwischen
den verschiedenen Kantonsarchäologien, den Universitäten und den Museen
muss verbessert werden.
Allgemein anerkannte, kantonsübergreifende
Standards, beispielsweise für die wissenschaftliche Forschung oder die
Grabungstechnik, fehlen.
Am Ende der
Tagung wurde folgende Erklärung verabschiedet:
Schlusserklärung An der
Eröffnungsveranstaltung des Projekts HORIZONT 2015 mit dem Titel „Archäologie
in der Schweiz – Gegenwart und Zukunftschancen“ am 29.1.2010 in Bern haben rund
250 Personen, grösstenteils Fachleute, teilgenommen.
Im Rahmen der
Referate und der anschliessenden Diskussion ging es darum, eine
Standortbestimmung zur Archäologie in der Schweiz zu machen, gemeinsame Probleme
zu erkennen und die Handlungsspielräume für Optimierungsmassnahmen auszuloten.
Dabei wurden verschiedene aktuelle Herausforderungen der schweizerischen
Archäologie herausgearbeitet.
Die Anwesenden
sind sich einig, dass diese angenommen und gemeinsam angegangen werden sollen.
Das Ziel ist,
konkrete, politisch und finanziell umsetzbare Lösungsansätze und Konzepte zu
erarbeiten.
Das Projekt
HORIZONT 2015 soll dabei in den kommenden 5 Jahren als organisatorische
Plattform und Label für entsprechend ausgerichtete Aktivitäten verschiedenster
Art (Tagungen, Arbeitsgruppen etc.) genutzt werden.
Die
Delegierten des Trägervereins HORIZONT 2015 werden an der Delgiertenversammlung vom 23. Februar 2010 die weiteren Schritte
festlegen. Eine bessere Vernetzung der existierenden Institutionen sollte
wesentlich zur Lösung der identifizierten Probleme beitragen.